Malte Knorr: Turnaround in Texas

Seit seiner Pionierarbeit auf der Arabischen Halbinsel faszinieren Malte Knorr Wüstenlandschaften – die sind für ihn auch heute als Branch Manager Texas and Central USA bei DB Schenker erreichbar. Vom „Tor zur Welt“ zog es den gelernten Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung früh in die Ferne. Mit nicht mal 30 wagte er einen Karrieresprung von seiner Heimatstadt Hamburg in den Oman, um eine Organisation mit fast 40 Bechäftigten aufzubauen. Als Initialzündung für seinen mutigen Schritt nennt er rückblickend den Young Freight Forwarder Germany Award: „Das hat mein Selbstbewusstsein gestärkt.“ Aber wie wirbeln Wechsel rund um den Globus eigentlich das Privatleben durcheinander?

Zum Artikel, veröffentlicht in der „DVZ Deutsche Verkehrs-Zeitung“, Ausgabe 23 vom 05. Juni 2024: DVZ_23_2024_Malte_Knorr

Montevideo: Wasserstoff-Drehscheibe für Deutschlands Energiewende

Wasserkraft und Windenergie gibt es in Uruguay im Überfluss. Damit lässt sich grüner Wasserstoff herstellen, der von Montevideo in den Partnerhafen Hamburg verschifft werden soll. Die Bundesregierung unterstützt im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie mit über 10 Millionen Euro Uruguays staatliches Wasserstoffprogramm. Und das brandenburgische Energieunternehmen Enertrag baut den „Tambor Green Hydrogen Hub“, um dort künftig jährlich 15.000 Tonnen Wasserstoff zu erzeugen. Doch wie schnell geht das alles? Beim Besuch in Montevideo verrät Daniel Loureiro, Vizepräsident der staatlichen Hafenverwaltung, wo sich die Achillesferse der Transportinfrastruktur befindet, und was er sich im Hafen Hamburg angeschaut hat.

Zum Artikel, veröffentlicht in der „DVZ Deutsche Verkehrs-Zeitung“, Ausgabe 01 vom 03. Januar 2024: DVZ_01_Montevideo_Kloss

Willkommen: Fachkräfte aus Namibia

Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll den deutschen Arbeitsmarkt international attraktiver machen. Wie erleben gut ausgebildete Menschen aus dem südlichen Afrika die Willkommenskultur? Die Spedition Transworld Cargo (TWC) aus Windhoek holt regelmäßig Fachkräfte aus Namibia ins Hamburger Büro. Für Senovia Katjiru war der Papierkram auf der Ausländerbehörde „ein Schocker“. Adelheid Katjiru würde …

Asien ist mehr als China

Fernost ist für den Hafen Hamburg ein wichtiges Fahrtgebiet, und dort werden sich künftig Ladungsströme von China in andere asiatische Länder verschieben. „Viele Unternehmen sind dabei, ihre Produktion zu verlagern, vor allem nach Vietnam, Indien oder Thailand“, sagt Anne Thiesen, jahrelange Repräsentantin des Hamburger Hafens in Hongkong, Südchina und Südostasien. …

Chinas Industrie braucht Schrott

Kabelsalat, ramponierte Container, dazwischen mobile Bagger, Schredder, eine Presse. Mittendrin steht Murat Bayram, Geschäftsführer von EMR European Metal Recycling in Hamburg. Das Unternehmen betreibt Kreislaufwirtschaft entlang der maritimen Seidenstraße – es liefert Metallschrotte aus Deutschland an Schmelzwerke in Asien und kauft dort Halbzeugprodukte zurück, um sie mit Gießereien in Europa …

Kerstin Wendt-Heinrich: Logistik verdient mehr Wertschätzung

Hamburg hat sich auf den Weg zur Mobilitätswende gemacht – darf den Güterverkehr aber nicht vergessen. „Die Ver- und Entsorgung wird in den Konzepten der Stadtplaner erst spät oder gar nicht berücksichtigt“, kritisiert Kerstin Wendt-Heinrich. Als Geschäftsführerin der Unternehmensgruppe TOP Mehrwert-Logistik hat die 57-Jährige die Mobilitätswende längst auf dem Schirm: „Wir waren mit vielen Innovationen, Firmengründungen und Kooperationen sogar zu früh dran.“ Auf der „transport logistic“ sprach sie (Foto/rechts) als Vorsitzende der Logsitik-Initiative Hamburg mit Melanie Leonhard (Foto/Mitte), Senatorin für Wirtschaft und Innovation in der Hansestadt: „Ich bin zuversichtlich, dass sie die Notwendigkeiten für die Logistik im Blick hat.“

Zum Interview, veröffentlicht in der „HW Hamburger Wirtschaft“, Juni/Juli-Ausgabe 2023

Ahoi Vielfalt an Bord

Kekse backen, Zöpfe flechten oder an der Nähmaschine sitzen? Mit diesen traditionellen Rollenbildern kann die Nigerianerin Edisenimi Evelyn Youdeowei (Dise) wenig anfangen und entschied sich deshalb für ein Schiffstechnik-Bachelor-Studium. „Ich mag Dinge, die nicht allgemein üblich sind“, sagt die 32-Jährige. Was sie damit allerdings nicht meint: Unfreiwillig an der Kaikante …

Birgit Gerrelts: Zwischen Bremen und Libyen

Libyen könnte in drei bis fünf Jahren als alternativer Energielieferant für Europa wichtig sein, meint Birgit Gerrelts. Die 60-Jährige verantwortet das Speditionsgeschäft bei Carl Ungewitter Trinidad Lake Asphalt und organisiert in Bremen seit einem Jahrzehnt Logistikseminare für Mitarbeitende von Erdölfirmen aus dem nordafrikanischen Staat. Noch verhindert ein politischer Machtkampf zwischen dem Osten …

Südostasien ist mehr als Singapur

Während der Wirtschaftsstandort China durch endlose Lockdowns etwas an Strahlkraft verliert, funkelt der Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) umso verheißungsvoller. Das Weltwirtschaftsforum bezeichnet ASEAN als „künftiges Zugpferd der Weltwirtschaft“. Doch was bedeutet das für den Güterverkehr in der Region? Das Internationale Verkehrsforum (ITF) hat dies gemeinsam mit der Wirtschafts- und Sozialkommission …

Ausländisches Geld für Afrikas Häfen

Viel mehr Erdöl, Erdgas und Wasserstoff(-Derivate) aus Afrika könnten nach Deutschland exportiert werden. Das kann sich Walter Englert, Managing Director bei E&P Focus Africa Consulting in Hamburg, vorstellen. Internationale Investoren drängeln: Die Schweizer Reedereigruppe MSC hat Bolloré Africa Logistics gekauft und steigt auf dem Kontinent unter die Top 3 der …