Zainab Mesto: Angekommen im Traumberuf

„Es war hart“, berichtet Zainab Mesto sichtlich bewegt. Die Kurdin flüchtete mit ihrer Familie vor dem islamischen Staat aus Syrien. Als sie dann in der Türkei 60 Wochenstunden in einer Textilfabrik arbeitete, fehlte ihr „Nahrung für den Kopf“. Später in Nürnberg schloss sie die Wirtschaftsschule ab und machte eine Ausbildung bei DB Schenker. Ihre Prüfung als Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung bestand sie mit einem Notendurchschnitt von 1,3. Heute lebt die 26-Jährige mit ihrem Mann in Nordrhein-Westfalen, von ihrem Ausbildungsbetrieb bekam sie einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Sie ist angekommen in einem „superlieben Team“ in der Messelogistik in Düsseldorf und hat inzwischen den deutschen Pass.

Zum Artikel, veröffentlicht in der „DVZ Deutsche Verkehrs-Zeitung“, Ausgabe 10 vom 5. März 2025: Porträt_Zainab_Mesto_DVZ_10_2025

Gefahrgutspezialisten aus Slowenien

Slowenien gehört zu den am stärksten industrialisierten EU-Ländern, der Logistiksektor ist ein wichtiger Wirtschaftspfeiler. Das Familienunternehmen F.A. Maik Group aus Maribor positioniert sich gerade auf dem Wachstumsmarkt mit Lithium-Ionen-Batterien und deren Recycling. Der 3- und 4-PL-Dienstleister entwickelt eigene Sicherheitsbeauftragte sowie spezielle Anlagen für die Lebenszyklusanalyse der Umweltwirkungen von Produkten wie Batterien. Deshalb soll der Lagerstandort Maribor um 15.000 Quadratmeter erweitert werden. Miha Bezjak, Direktor von F.A. Maik, nennt als Beispiel für konkrete Maßnahmen „Sammelstellen für die umweltfreundliche, sichere Lagerung von beschädigten Produkten oder Abfällen“.

Zum Artikel, veröffentlicht in der „DVZ Deutsche Verkehrs-Zeitung“, Ausgabe 41 vom 09. Oktober 2024: DVZ_Slowenien_BOEU_24

Malte Knorr: Turnaround in Texas

Seit seiner Pionierarbeit auf der Arabischen Halbinsel faszinieren Malte Knorr Wüstenlandschaften – die sind für ihn auch heute als Branch Manager Texas and Central USA bei DB Schenker erreichbar. Vom „Tor zur Welt“ zog es den gelernten Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung früh in die Ferne. Mit nicht mal 30 wagte er einen Karrieresprung von seiner Heimatstadt Hamburg in den Oman, um eine Organisation mit fast 40 Bechäftigten aufzubauen. Als Initialzündung für seinen mutigen Schritt nennt er rückblickend den Young Freight Forwarder Germany Award: „Das hat mein Selbstbewusstsein gestärkt.“ Aber wie wirbeln Wechsel rund um den Globus eigentlich das Privatleben durcheinander?

Zum Artikel, veröffentlicht in der „DVZ Deutsche Verkehrs-Zeitung“, Ausgabe 23 vom 05. Juni 2024: DVZ_23_2024_Malte_Knorr

Montevideo: Wasserstoff-Drehscheibe für Deutschlands Energiewende

Wasserkraft und Windenergie gibt es in Uruguay im Überfluss. Damit lässt sich grüner Wasserstoff herstellen, der von Montevideo in den Partnerhafen Hamburg verschifft werden soll. Die Bundesregierung unterstützt im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie mit über 10 Millionen Euro Uruguays staatliches Wasserstoffprogramm. Und das brandenburgische Energieunternehmen Enertrag baut den „Tambor Green …

Willkommen: Fachkräfte aus Namibia

Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll den deutschen Arbeitsmarkt international attraktiver machen. Wie erleben gut ausgebildete Menschen aus dem südlichen Afrika die Willkommenskultur? Die Spedition Transworld Cargo (TWC) aus Windhoek holt regelmäßig Fachkräfte aus Namibia ins Hamburger Büro. Für Senovia Katjiru war der Papierkram auf der Ausländerbehörde „ein Schocker“. Adelheid Katjiru würde …

Asien ist mehr als China

Fernost ist für den Hafen Hamburg ein wichtiges Fahrtgebiet, und dort werden sich künftig Ladungsströme von China in andere asiatische Länder verschieben. „Viele Unternehmen sind dabei, ihre Produktion zu verlagern, vor allem nach Vietnam, Indien oder Thailand“, sagt Anne Thiesen, jahrelange Repräsentantin des Hamburger Hafens in Hongkong, Südchina und Südostasien. …

Chinas Industrie braucht Schrott

Kabelsalat, ramponierte Container, dazwischen mobile Bagger, Schredder, eine Presse. Mittendrin steht Murat Bayram, Geschäftsführer von EMR European Metal Recycling in Hamburg. Das Unternehmen betreibt Kreislaufwirtschaft entlang der maritimen Seidenstraße – es liefert Metallschrotte aus Deutschland an Schmelzwerke in Asien und kauft dort Halbzeugprodukte zurück, um sie mit Gießereien in Europa …

Kerstin Wendt-Heinrich: Logistik verdient mehr Wertschätzung

Hamburg hat sich auf den Weg zur Mobilitätswende gemacht – darf den Güterverkehr aber nicht vergessen. „Die Ver- und Entsorgung wird in den Konzepten der Stadtplaner erst spät oder gar nicht berücksichtigt“, kritisiert Kerstin Wendt-Heinrich. Als Geschäftsführerin der Unternehmensgruppe TOP Mehrwert-Logistik hat die 57-Jährige die Mobilitätswende längst auf dem Schirm: …

Ahoi Vielfalt an Bord

Kekse backen, Zöpfe flechten oder an der Nähmaschine sitzen? Mit diesen traditionellen Rollenbildern kann die Nigerianerin Edisenimi Evelyn Youdeowei (Dise) wenig anfangen und entschied sich deshalb für ein Schiffstechnik-Bachelor-Studium. „Ich mag Dinge, die nicht allgemein üblich sind“, sagt die 32-Jährige. Was sie damit allerdings nicht meint: Unfreiwillig an der Kaikante …

Birgit Gerrelts: Zwischen Bremen und Libyen

Libyen könnte in drei bis fünf Jahren als alternativer Energielieferant für Europa wichtig sein, meint Birgit Gerrelts. Die 60-Jährige verantwortet das Speditionsgeschäft bei Carl Ungewitter Trinidad Lake Asphalt und organisiert in Bremen seit einem Jahrzehnt Logistikseminare für Mitarbeitende von Erdölfirmen aus dem nordafrikanischen Staat. Noch verhindert ein politischer Machtkampf zwischen dem Osten …